Ein großer Vorteil des elektronischen Postverkehrs ist eindeutig die
Möglichkeit, Bewerbungen per e-mail verschicken zu können: Man spart
Zeit, Porto, ist den lästigen Papierkram los und dokumentiert gleich-
zeitig, dass man mit den Neuen Medien vertraut ist. Prima prima, aber
auch hier steckt der Teufel im Detail: Ein paar Punkte sind unbedingt
zu beachten, sonst wird die "Eigenwerbung" zum Armutszeugnis ...
Die e-mail-Adresse"Von: hansi-wursti@gmx.de"
Wer sich mit so einer e-mail Adresse bewirbt, hat schon verloren.
Benutzernamen sind oft witzig gemeint, im Geschäftsleben aber manchmal
voll daneben. Wichtig: Vor einer Bewerbung auf jeden Fall eine "seriöse"
Kennung zulegen! (Bei GMX stehen FreeMailern ohnehin zwei e-mail-Adres-
sen für den eigenen Account zur Verfügung, ProMailern zehn.)
Der BetreffDie Betreffzeile ist die nächste Hürde. Ganz schlecht kommt "no subject"
(wird angezeigt, wenn Sie die Zeile einfach leer lassen) an. Unter Um-
ständen kann Ihre Nachricht dann schlicht und ergreifend vom Personaler
übersehen oder als "nicht wichtig" oder "Werbe-Mail" eingestuft werden.
Nicht viel besser ist "Hallöchen" oder "Ich bin Ihr Mann!". Auch hier
ist zu beachten: Laxe Umgangsformen, die die schnelle und unkomplizierte
e-mail-Kommunikation oftmals mit sich bringt, sollten spätestens bei der
Online-Bewerbung enden.
Also: Die Betreffzeile sollte enthalten: "Bewerbung als ...", evtl. Job-
Nummer und einen Bezug auf die Quelle der Stellenanzeige (Web-Site oder
Zeitungsannonce).
AnschreibenEs ist mittlerweile durchaus üblich, das Anschreiben in den e-mail-Text
zu integrieren und nicht als Attachment mitzuliefern. Der Grund ist
einfach: Je mehr Datei-Anhänge Sie mitliefern, desto komplizierter
wird die Bearbeitung Ihrer Bewerbung für den Personaler.
Auch hier gilt natürlich: Inhaltliche und formale Standards eines
"ordentlichen" Anschreibens gelten für Online-Bewerbungen genauso wie
für Briefe!
Nicht vergessen: Postanschrift, Telefon- bzw. Faxnummer, e-mail-Adresse.
Lebenslauf und AnlagenDer tabellarische Lebenslauf, auch gerne CV (Curriculum Vitae) genannt,
sollte mit in die Bewerbermaske eingegeben werden. Wollen Sie jedoch
ein aufwendiges Dokument mit als Attachement hinzufügen, dann verwenden
Sie bitte aber nur gängige Datei-Formate, die auch von den Sachbearbeitern
geöffnet werden können. Oftmals erfolgt in der Stellenausschreibung ein
Hinweis auf die zu verwendenden Formate. Sollte dies nicht der Fall sein,
gehen Sie mit Word-Dokumenten (.doc) oder HTML-Files (.html) auf Nummer
sicher.
Ansonsten: Einfach kurz beim Wunsch-Arbeitgeber anrufen und nachfragen.
Damit hätten Sie auch gleich schon mal einen ersten Kontakt hergestellt und
Ihre Bewerbung wird erwartet!
Noch ein Hinweis: Gängige Bewerbungs-Dokumente wie Ausbildungs- oder
Hochschulzeugnisse sollten nicht unbedingt in Dateiform mitgeliefert
werden. Je mehr Attachments Ihre Bewerbung enthält, desto aufwendiger
wird die Verwaltung Ihrer Bewerbung für die jeweilige Personalabteilung.
Signalisieren Sie einfach Ihre Bereitschaft, bei Interesse eine Mappe
nachzuschicken. Per Post ...
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